1. PARISER PLATZ REDE 2016

PROF. DR. MUHAMMAD YUNUS: „FUTURE FOR ALL—REDESIGN ECONOMICS TO REDESIGN THE WORLD“

Video und Fotoaufnahmen vom 3. Mai 2015:

KRIEGSENDE 1945 – EIN LESEMARATHON. AUFZEICHNUNGEN AUS DEN TAGEN DER BEFREIUNG

LESEMARATHON IN DER AKADEMIE DER KÜNSTE

Studierende der Hochschule für Schauspielkunst „Ernst Busch“ sowie Matthias Weichelt von Sinn & Form beim Lesemarathon im Foyer der Akademie der Künste.

LESEMARATHON im EUROPÄISCHEN HAUS

FILMVORFÜHRUNG „JAHRGANG 45“, 1966, AXICA

Nach der Vorführung des lyrischen Beziehungsdramas „Jahrgang 45“, einem Schwarz-Weiß-DEFA-Film, gedreht 1966 in Berlin, der erst 1990 zur Uraufführung kam, hörte die interessierte Zuhörerschaft den sehr lebendigen Ausführungen des Regisseurs Jürgen Böttcher zu. Er erinnerte an die Gegebenheiten der 60er Jahre in der DDR. Im Anschluss wurde das Nachkriegsdrama „Stunde Null“ aus dem Jahre 1977 gezeigt. Auch dieser Film berührte die Gäste sehr.

„VERSUCHE, DEIN LEBEN ZU MACHEN“ – LESUNG UND GESPRÄCH MIT MARGOT FRIEDLANDER, Allianz Forum

Die Holocaust-Überlebende Margot Friedlander berichtete, mit welch unvorstellbarem Leid dieser Krieg und die zwölfjährige Naziherrschaft vor allem für die jüdischen Mitbürger einherging. „Versuche, dein Leben zu machen!“ Dies war der letzte Satz, den Margot Friedlanders Mutter ihr als Botschaft für ihren weiteren Lebensweg übermitteln ließ. Keinen Brief, keine Notiz – nur diese dürre Botschaft. Ab jenem Tag im Januar 1943 war Margot Friedlander, 1921 als Tochter jüdischer Eltern in Berlin geboren, auf sich allein gestellt. Ihre Mutter und ihr Bruder hatten sich freiwillig der Gestapo gestellt.

Über die Zeit, die Margot Friedlander im Berliner Untergrund und letztlich im Konzentrationslager Theresienstadt verbrachte, schrieb sie 2008 ihre Autobiografie „Versuche, dein Leben zu machen – als Jüdin versteckt in Berlin.“

„Versuche, dein Leben zu machen“ - dieser Satz brannte sich nicht nur damals bei der jungen Margot Friedlander, sondern auch bei den Zuhörern im Allianz Forum ein. Das Publikum hing der zarten Frau förmlich an den Lippen – hochachtungsvoll.

Margot Friedlander las aus ihrem Buch und berichtete von 16 Helfern, die sie versteckten, bis sie im April 1944 von einem jüdischen Greifkommando festgenommen und nach Theresienstadt gebracht wurde. Sie überlebte und sah die letzten lebenden Auschwitz-Häftlinge der schrecklichen Todesmärsche: „Überlebende, die von den Toten nicht zu unterscheiden waren.“ In diesem Moment wurde Margot Friedlander bewusst, dass sie ihre Mutter und ihren Bruder niemals wiedersehen würde. Nur ein dünnes Adressbuch und die Bernsteinkette ihrer Mutter waren ihr geblieben – und der immer präsente Satz: „Versuche dein Leben zu machen.“ Und genau das versuchte sie fortan.

JÜRGEN BÖTTCHER IM GESPRÄCH

Der Künstler und Filmregisseur Jürgen Böttcher (alias Strawalde) im Gespräch mit Peter Raue, Stiftung Brandenburger Tor

FOTOGRAFIE-AUSSTELLUNG „PARISER PLATZ 1945“,
STIFTUNG BRANDENBURGER TOR

Der Pariser Platz 1945 bot ein unfassbares Bild: alle Gebäude rund um den Platz lagen in Trümmern.

Die ersten Bilder nach dem Zweiten Weltkrieg wurden von den Siegern fotografiert. Es waren die Bildreporter der alliierten Besatzungstruppen, die den Deutschen nach der Kapitulation das Ausmaß des Krieges und das Unfassbare der deutschen Verbrechen vor Augen stellten. In der Ausstellung werden vor allem Fotografien des russischen Fotografen Jewgeni Chaldei bezeigt, berühmt für seine Aufnahmen auf dem Reichstag.

Selten gezeigte Aufnahmen von Hein Gorny zeigen das zerstörte Max Liebermann Haus sowie den Platz um das Brandenburger Tor in Luftaufnahmen.

Fotoaufnahmen vom 2. November 2014:

25 JAHRE MAUERFALL:
BLICK ZURÜCK, BLICK NACH VORN

Begrüßung zur gemeinsamen Veranstaltung der Gemeinschaft der Anrainer am Pariser Platz durch Dr. Pascal Decker, Stiftung Brandenburger Tor, im Namen der Anrainer-Gemeinschaft.

DIE TRANSATLANTISCHE PARTNERSCHAFT UND DIE EUROPÄISCHE INTEGRATION IN EINER ENG VERFLOCHTENEN WELT

Mehr als 250 Zuhörer, darunter viele Studierende und junge Berufstätige, waren zu Gast im Hotel Adlon und beteiligten sich aktiv an der Diskussion. Sie betonten die Bedeutung von Austauschprogrammen, um gegenseitiges Verständnis und Zusammenarbeit zu fördern. Mit Philippe Etienne, Sir Simon Mc Donald, John B. Emerson (von l.nr.), Melinda Crane (politische Chefkorrespondentin Deutsche Welle TV)

Fotos: © Hotel Adlon

PARISER PLATZ FÜR ALLE! WIE KÖNNEN BERLINER VERANTWORTUNG FÜR IHRE STADT ÜBERNEHMEN?

Der Pariser Platz ist ein Ort der Repräsentanzen. Länder, Unternehmen und politische Organisationen sind dort mit Botschaften und Büros vertreten. Aber wie ist das mit den Bürgern? Welche Möglichkeiten haben sie, an wichtigen Entscheidungen mitzuwirken und damit auch Verantwortung für das Gemeinwesen zu tragen? Eine Veranstaltung der Commerzbank AG, in Zusammenarbeit mit der Stiftung Zukunft Berlin.

„VOR, MIT UND NACH DER MAUER: KUNST IN DEUTSCHLAND“ und „DIE MAUER SURFEN“

In zwei Panels tauschten sich auf Einladung der Stiftung Brandenburger Tor Künstler, Schriftsteller, Kuratoren, Kritiker und Kunsthistoriker über die Bedeutung der Mauer für die Künste aus. Welche Künstler-Freundschaften und welche Strategien der Annäherung zwischen Personen Galerie und Institutionen gab es und was ist daraus geworden.

Fotos: © Stiftung Brandenburger Tor, Fotograf: Raphael Mathes

„WALLS TO FALL — DEUTSCHLAND ENTDECKT DEN WERT SEINER SOZIALEN INNOVATIONEN“

In Caféhaus-Athmosphäre stellten sich zwölf herausragende Pioniere sozialer Innovation aus den Bereichen Bildung, Kultur, Gesundheit und Urbanes Leben nach einer Kurzpräsentation der Diskussion ihrer pionierhaften „Mauerfälle“ mit dem Publikum. Organisiert vom Genisis Institut for Social Innovation, dem Allianz Stiftungsforum der Allianz Kulturstiftung und dem Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft.

MEIN EUROPA 1989, HEUTE UND MORGEN: SO WILL ICH EUROPA!

Es diskutierten Europäer, die im Jahr des Mauerfalls geboren wurden bzw. 25 Jahre alt waren. Im Fokus standen dabei persönliche Eindrücke seit dem Mauerfall und Ideen für die Zukunft, die in einem gemeinsamen Manifest festgehalten wurden. Organisiert von der Vertretung der Europäischen Kommission und des Informationsbüros des Europäischen Parlaments.

LESUNG: MARIE-LUISE SCHERER „DIE HUNDEGRENZE“

Mit der Erzählung „Die Hundegrenze“ ist Marie-Luise Scherer ein Glanzstück der literarischen Reportage gelungen. Eine Lesung der Autorin in der Akademie der Künste.

HISTORY@DEBATE: HERBST 1989. WAS BLEIBT VON DER FRIEDLICHEN REVOLUTION?

Im Hotel Adlon verfolgten 180 Gäste die Diskussion zwischen der Bürgerrechtlerin und ehem. Beauftragten der Behörde für Stasiunterlagen Marianne Birthler und dem Historiker Ilko Sascha Kowalczuk über die Umbrüche im Herbst 1989.

4. NOVEMBER 1989, DEMONSTRATION AM ALEXANDERPLATZ

Dokumentarfilm des DDR-Fernsehens: Mitschnitt der Direktübertragung der Kundgebung von Künstlern und Kulturschaffenden am 4. November 1989. Mehrfache Vorführungen in der Stiftung Brandenburger Tor.